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| SCRIM Nordrhein GmbH & Co. KG | ||
Die Straßengriffigkeit ist ein entscheidender Bestandteil für den Verkehrsteilnehmer. Von allen Oberflächeneigenschaften besitzt die Griffigkeit den größten Stellenwert durch ihre unmittelbare Auswirkung auf die Verkehrssicherheit bei Nässe. Sie kennzeichnet die Wirkung der Textur und der stofflichen Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche auf den Reibungswiderstand des Fahrzeugreifens unter festgelegten Bedingungen. Insbesondere auf nassen Fahrbahnen steigen die Zahl der Unfälle bei geringen Griffigkeiten massiv an (s. Grafik). Dies war Anlass genug Anforderungen an die Griffigkeit in den Bauverträgen vorzuschreiben. Seit 2001 werden Abnahmeprüfungen und Messungen im Rahmen der Verjährungsfrist für Mängelansprüche routinemäßig auf Straßen der Bauklasse SV und I bis VI durchgeführt. Gemessen wird gemäß den TP Griff-StB (SKM), Ausgabe 2007. Bewertet wird der jeweilige 100-Meter-Messabschnitt ab Baulosanfang.
Aber auch Straßen die nicht neu gebaut worden sind können gemessen und bewertet werden. Dies wird in der Regel vom Verkehrssicherungspflichtigen veranlasst. Gemessen werden u. a. optisch auffällige Streckenabschnitte oder Unfallhäufungspunkte. Die Messergebnisse werden gemäß dem Merkblatt zur Bewertung der Straßengriffigkeit bei Nässe (M BGriff, Ausgabe 2003, FGSV-Nr. 401) ausgewertet und dienen als Entscheidungshilfe für den Verkehrssicherungspflichtigen. Werden geringe Griffigkeiten festgestellt, sind im Allgemeinen Beschränkungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit die Folge (s. Bild), aber auch bauliche Maßnahmen zur Wiederherstellung der Griffigeit sind denkbar.